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07.06.2018 / Inland / Seite 3

Der inszenierte Skandal

Was ist wirklich dran an der »Asylaffäre« im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge?

Peter Schaber

Eine korrupte Clique aus Anwälten und Mitarbeitern des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat bandenmäßig Ausländern in Deutschland Aufenthalt gewährt. Mindestens 1.200 Menschen sollen dabei widerrechtlich Asyl erhalten haben. Darunter haben sich Gefährder, wenn nicht gar Terroristen, befunden. Im Zentrum der Vorfälle: Ulrike B., Leiterin der Außenstelle des Bundesamtes in Bremen.

So lautet eine gängige Version der medial ausgeschlachteten »Asylaffäre« der vergangenen Wochen. Doch wer genauer hinsieht, bemerkt: Der Skandal ist so skandalös nicht. Bei der Mehrheit der beanstandeten Fälle aus dem Zeitraum 2013 bis 2017 handelte es sich um Jesiden aus dem Irak und Syrien. Jesiden werden im gesamten Mittleren Osten verfolgt, sunnitischen Islamisten gelten sie als »Teufelsanbeter«. Bundesweit war ihre Anerkennungsquote hoch, Bremen wich dabei nur leicht nach oben ab.

Ein Großteil der lautstark an die Öffentlichkeit übermittelten Vorwürfe erw...

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