06.06.2018 / Inland / Seite 5

Bitte keine schwarzen Muslime

Studie erklärt Diskriminierung am Arbeitsmarkt mit »Wertedistanz«

Stefan Thiel

Auf den ersten Blick erscheint die Benachteiligung ethnischer Gruppen auf dem Arbeitsmarkt erstaunlich. Angesichts der wirtschaftlichen Lage und des »Fachkräftemangels« könne man doch davon ausgehen, dass sich die Unternehmer den »Luxus der Diskriminierung« eigentlich nicht leisten können – »aber dennoch wird diskriminiert«, stellte der Soziologe Ruud Koopmans am Dienstag in Berlin fest.

Forscher des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) stellten dort eine Studie mit dem Titel »Ethnische Hierarchien in der Bewerberauswahl: Ein Feldexperiment zu den Ursachen von Arbeitsmarktdiskriminierung« vor. Laut WZB-Mitarbeiterin Susanne Veit wollten sie dabei herausfinden, inwiefern es Benachteiligungen durch Unternehmer aufgrund der ethnisch-religiösen Herkunft der Bewerber gibt.

Zu diesem Zweck verschickte das Forscherteam zwischen 2014 und 2016 über 6.000 fiktive Bewerbungen erfundener Personen auf reale offene Stellen in acht Ausbildungsberufen au...

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