06.06.2018 / Inland / Seite 5

In der Grauzone

Krankenkassen beklagen unzureichende Erfassung ärztlicher Behandlungsfehler. Profitwirtschaft in Gesundheitsversorgung bleibt ausgeblendet

Nico Popp

In weit mehr als 100.000 Fällen kommt es in der Bundesrepublik Jahr für Jahr zu ärztlichen Behandlungsfehlern. Ein Behandlungsfehler liegt dann vor, wenn eine ärztliche, zahnärztliche, pflegerische oder sonstige medizinische Maßnahme nicht angemessen, sorgfältig, richtig oder zeitgerecht durchgeführt wird.

Am Dienstag wurde in Berlin die siebte Jahresstatistik der gesetzlichen Krankenversicherer über bei ihnen erfasste Behandlungsfehler vorgestellt. Stefan Gronemeyer, stellvertretender Geschäftsführer beim Medizinischen Dienst des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen (MDS), betonte bei dieser Gelegenheit, dass die genannte Zahl nur eine Schätzung sei. Genaue Daten kenne niemand, die Dunkelziffer sei hoch. Es gebe nach wie vor keine repräsentative Erfassung einschlägiger Vorfälle und auch keine Bundesbehörde, die sich – vergleichbar etwa mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – mit der zentralen Auswertung und der Prävention befassen ...

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