06.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Teheran macht Druck

Iran bereitet sich auf Ausstieg aus Wiener Abkommen vor – will aber vorerst nicht dagegen verstoßen

Knut Mellenthin

Der Iran verschärft die Diskussion um die Fortsetzung des Wiener Abkommens (JCPOA) nach dem Ausstieg der USA vor vier Wochen. Am Dienstag teilte der Sprecher der Iranischen Atomenergiebehörde (AEOI), Behrus Kamalwandi, mit, dass noch am selben Tag ein »Prozess« gestartet werde, um die Anreicherungskapazität zu steigern. Die für die Überwachung solcher Vorgänge zuständige Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, eine Art Unterorganisation der UNO, sei über die Absichten des Landes informiert worden.

Konkret erwähnte Kamalwandi die Produktion von Uranhexafluorid (UF6), einer radioaktiven Verbindung aus Uran und Fluor, sowie den Bau einer Fabrik für Zentrifugenrotoren. Der Sprecher betonte, dass die geplanten Maßnahmen »im Rahmen des JCPOA« bleiben. Er bekräftigte zudem den bekannten offiziellen Standpunkt, dass der Erwerb von Atomwaffen mit den religiösen Grundsätzen des Landes unvereinbar sei.

Für die ausländischen Gegner des iranischen Atomprogra...

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