Der Schwarze Kanal
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02.06.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mit weniger zufrieden

Russland kündigt Ausweitung der eigenen Ölproduktion an und treibt damit den Preis nach unten

Reinhard Lauterbach

Es wäre ungewöhnlich, wenn ein Autohersteller erklärte, ihm wäre es auch recht, wenn ein bestimmtes Modell nicht 20.000, sondern nur noch 15.000 Euro einbrächte. Genau eine solche Äußerung aber hat der russische Präsident Wladimir Putin auf dem letzten Wirtschaftsforum in St. Petersburg getan. »Für uns wäre ein Ölpreis um die 60 Dollar pro Fass völlig okay«, zitierten ihn die Agenturen am vergangenen Samstag, als der Weltmarktpreis knapp über 80 Dollar pro Barrel (159 Liter) lag. Prompt gaben die Preise an den Spotmärkten nach. Ölmarktexperten rechnen damit, dass die Organisation erdölexportierender Länder OPEC – mit der auch das Nichtmitglied Russland letztlich zusammenarbeitet – bei ihrem nächsten Treffen in Wien Ende Juni eine Produktionsausweitung beschließt, die die Preise zwangsläufig nach unten drücken wird.

Auch wenn es stimmt, dass der russische Staatshaushalt für die nächsten drei Jahre auf Basis eines Preises von 45 US-Dollar pro Fass kalkulier...

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