02.06.2018 / Inland / Seite 4

Rechter Aufmarsch in Goslar

Wie jedes Jahr sammeln sich Neonazis zum »Tag der deutschen Zukunft« – und wieder werden Protestierende kriminalisiert

Jan Greve

Ist der Weg in die Zukunft einer zurück in die Vergangenheit? Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn man sich die rechte Rhetorik dieser Tage anschaut. Nach der AfD-Demonstration am vergangenen Wochenende in Berlin (»Zukunft Deutschland«) ist an diesem Sonnabend in Goslar der nächste Aufmarsch Ewiggestriger (»Tag der deutschen Zukunft«, TddZ) geplant. Wenn sich auch die Zusammensetzung der Beteiligten unterscheiden wird: Gemein ist ihnen das rückwärtsgewandte und völkische Phantasma einer homogenen Nationen. Dazu passt auch das Motto »Unser Signal gegen Überfremdung« des mittlerweile zehnten TddZ – gegen den bereits seit längerem mobilisiert wird.

Hunderte extrem Rechte wollen an dem Tag durch die niedersächsische Stadt marschieren. In diesem Jahr wird die Unterstützung der mehrfach verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck wohl im Zentrum des Aufmarsches stehen (siehe jW vom 23.5.). Getragen wird der TddZ von teils militanten Neonazis aus...

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