01.06.2018 / Ausland / Seite 7

Osterwunder von Kiew

Mord an »kremlkritischem« Journalisten Arkadij Babtschenko vorgetäuscht. Laut Geheimdienst sollte echter Mord verhindert werden

Reinhard Lauterbach

Der Mord an dem »kremlkritischen« Journalisten Arkadij Babtschenko in Kiew war vorgetäuscht. Babtschenko erschien am Mittwoch nachmittag – etwa 20 Stunden, nachdem er angeblich am Eingang zu seiner Wohnung erschossen worden war – auf einer Pressekonferenz des ukrainischen Geheimdienstes SBU. Er sagte, er habe vor etwa einem Monat eingewilligt, in der Inszenierung seines eigenen Todes mitzuspielen, nachdem ihm der SBU Hinweise zu seiner angeblich in Russland geplanten Ermordung zugespielt hatte. Die Bilder, die ihn auf dem Bauch liegend in einer roten »Blut«-Pfütze gezeigt hätten, seien gestellt gewesen.

SBU-Chef Wassilij Grizak erklärte, dank der Inszenierung sei es gelungen, den angeblichen Auftraggeber des tatsächlich geplanten Mordes, einen ukrainischen Geschäftsmann namens G., festzunehmen. Er sei, so die ukrainische Version, für 10.000 US-Dollar von russischen Geheimdiensten angeheuert worden, um in der Ukraine eine Anschlagsserie gegen 30 – keine me...

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