01.06.2018 / Ausland / Seite 6

Algerien schiebt ab

UNO und Menschenrechtsorganisationen kritisieren Repression

Sofian Philip Naceur

Das repressive und willkürliche Vorgehen Algeriens gegen die im Land lebenden geflüchteten Menschen und Wanderarbeiter aus Subsahara-Afrika sorgt inzwischen auch bei den Vereinten Nationen für Unmut. Mit bisher beispielloser Deutlichkeit forderte das UN-Menschenrechtskommissariat (UNHCHR) in Genf bereits am 22. Mai die Regierung unmissverständlich dazu auf, die seit Jahresbeginn intensiver betriebenen Massenabschiebungen von angeblich illegal im Land lebenden Menschen unverzüglich zu beenden.

»Die kollektiven Ausweisungen von Migranten, ohne individuelle Prüfung oder irgendwelche Garantien für ordnungsgemäße Verfahren, sind zutiefst alarmierend und stehen nicht im Einklang mit Algeriens gesetzlichen Verpflichtungen in Sachen internationale Menschenrechte, einschließlich der Internationalen Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen, die Algerien ratifiziert hat«, erklärte die Sprecherin des UNHCHR, Ravina Shamd...

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