Gegründet 1947 Montag, 21. Oktober 2019, Nr. 244
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
01.06.2018 / Titel / Seite 1

Keine Zeit für Kinder

Aufwachsen in feindlicher Umwelt: Armut und Abschiebung hierzulande, Krieg und Ausbeutung weltweit

Michael Merz

Kinder wollen spielen, müssen aber auch etwas lernen. Das sollte das einzige Dilemma von Heranwachsenden sein. Ist es aber nicht. Statt dessen werden sie hierzulande zunehmend mit Armut, der Ignoranz einer kinderfeindlichen Gesellschaft und der Tatsache konfrontiert, dass gute Bildung vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Laut Zahlen des Statistikamts Eurostat waren 2016 19,3 Prozent aller unter 18jährigen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht – 2012 waren es noch 18,4 Prozent. »Für eines der reichsten Länder der Erde ist das beschämend«, sagte Sabine Zimmermann (Die Linke) anlässlich des Internationalen Kindertags am heutigen Freitag.

Ein Regierungskonzept dagegen gibt es nicht. Eifrig sind verantwortliche Politiker aber darin, die UN-Kinderrechtskonvention – seit 2010 auch für asylrechtliche Fälle gültig – zu unterwandern. So sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge häufig der Willkür von Behörden ausgeliefert und hochschwangere Frauen längst nicht...

Artikel-Länge: 3549 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €