31.05.2018 / Thema / Seite 12

Revolutionäre Realpolitik

Der Kommunist Ernst Meyer ist weitgehend vergessen. 1929 endgültig an den Rand gedrängt, betrieb der zeitweilige Vorsitzende der KPD eine Politik im Geiste seiner Lehrerin Rosa Luxemburg

Florian Wilde

Kürzlich erschien im UVK-Verlag die von Florian Wilde verfasste Biographie des zeitweiligen KPD-Vorsitzenden Ernst Meyer. Der vorliegende Text Wildes bietet einen knappen Überblick über das Leben und Wirken des Kommunisten Meyer und stellt eine geraffte Zusammenschau der in der Biographie entwickelten Thesen des Autors dar. (jW)

Der bevorstehende 100. Jahrestag des Beginns der Novemberrevolution in Deutschland bietet Anlass zu einer Wiederentdeckung der radikalen Tendenzen der deutschen Arbeiterbewegung und vor allem der KPD. Dabei sollten auch in Vergessenheit geratene Akteure in den Blick genommen werden, insbesondere, wenn die Kenntnis ihres Wirkens bei der Beantwortung aktueller strategischer Fragen einer linken Politik eine Hilfe sein kann. Zu ihnen gehört auch der zeitweilige KPD-Vorsitzende Ernst Meyer (1887–1930).

Meyer war Teil einer in den Anfangsjahren der KPD stark präsenten Grundströmung revolutionärer Marxisten, die aus dem Scheitern isolier...

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