31.05.2018 / Ausland / Seite 6

Ankaras heimlicher Aufmarsch

Türkische Armee dringt immer tiefer in den Nordirak vor. PKK-Guerilla leistet Widerstand

Nick Brauns

Das nächste Ziel sei die Stadt Manbidsch, hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach der Besetzung des kurdischen Selbstverwaltungskantons Afrin noch großspurig getönt. Doch in Manbidsch sind nicht nur US-amerikanische Truppen stationiert, sondern mittlerweile auch französische, so dass Erdogans weiteren Eroberungsplänen in Nordsyrien vorerst ein Riegel vorgeschoben wurde. Im laufenden Wahlkampf spielt der Krieg gegen die kurdische Befreiungsbewegung kaum eine Rolle, obwohl es im Osten der Türkei nahezu täglich zu Militäreinsätzen gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) oder Gegenschlägen der Guerilla kommt. In Meinungsumfragen sorgt sich die Bevölkerung angesichts der Talfahrt der Türkischen Lira vor allem um die wirtschaftliche Situation, noch vor dem Dauerbrenner »Terrorismus«.

Der Afrin-Effekt – eine nationalistische Hochstimmung, die der Allianz aus der regierenden AKP und der faschistischen MHP zugute kommt – scheint zu verpuffen. Doc...

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