31.05.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Aggressiv für LNG

US-Energiebranche drängt darauf, den Export von Flüssiggas aus Gesteinsschichten auszubauen

Jörg Kronauer

Manche in der transatlantischen Energiebranche erzählen von einer Anekdote, nach der der President-elect Donald Trump kurz nach seiner Wahl im November 2016 seine Berater gefragt haben soll: »LNG? Was ist LNG?« – Es ist die in den USA gängige Abkürzung für Liquefied Natural Gas, Flüssiggas. Sollte der New Yorker Immobilienmogul damals tatsächlich nicht gewusst haben, was das Kürzel bedeutet, dann wäre das eine besondere Ironie der Geschichte: Das Bestreben, US-amerikanischem Erdgas den Weg auf den Weltmarkt zu bahnen, ist ein prägendes Element der aktuellen US-Außenpolitik. So hat Washington seine Forderung, die Pipeline Nord Stream 2 nicht zu bauen, auch mit der Absicht begründet, mehr US-Flüssiggas in Europa zu verkaufen.

Die US-Energiebranche durchläuft mit dem Schiefergasboom, der in den 2000er Jahren eingesetzt hat, weitreichende Veränderungen. Die Entwicklung der hochriskanten und deshalb auch äußerst umstrittenen Fracking-Technologie hat es möglich...

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