29.05.2018 / Ausland / Seite 6

»Neues Guantanamo«

Gewalttätiger Streit zwischen Syrern und Kurden im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

Elisabeth Heinze, Thessaloniki

Das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos beherbergt mehr als 7.000 Menschen. Laut »Ärzte ohne Grenzen« ist es auf 2.500 ausgerichtet. Die dortigen Flüchtlinge nennen gegenüber griechischen Zeitungen den Ort sarkastisch das »neue Guantanamo«. Am späten Freitag nachmittag war es hier zu einem gewalttätigen Streit zwischen syrischen und kurdischen Geflüchteten gekommen. Die mehrheitlich aus der Stadt Dair-Az-Zaur stammenden Syrer verletzten mehr als zehn Kurden aus Afrin zum Teil schwer. Griechischen Medien zufolge kamen beim Kampf auch Messer zum Einsatz. Bisher wurden sieben Schwerverletzte bestätigt, die noch immer stationär behandelt werden.

Da nichtgriechische Webseiten auch von Toten berichtet hatten, sorgte die Nachricht in den sogenannten sozialen Medien auch international für Aufsehen. Die griechischen Behörden bestätigten »nur« Verletzte durch Messerstiche. Zuerst wurde der Streit zwischen den Insassen mit kulturellen oder relig...

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