26.05.2018 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Neue Hoffnung, alte Sorgen

Die Schließungspläne für die Siemens-Werke in Görlitz und Leipzig sind vom Tisch. Für einige Beschäftigte ist die Ungewissheit trotzdem nicht verschwunden. Ein Ortsbesuch

Von Thomas Fritz

Leipzig. Uwe Roth neigt seinen Kopf zur Seite und stützt ihn auf der linken Hand ab, als ob die Gedanken zu schwer wären, um sie ohne Hilfe zu tragen. Seit Monaten macht sich der Siemens-Arbeiter, tiefe Stirnfalten, braune Augen, Sorgen um seinen Job. Und auch nach der Ankündigung des Weltkonzerns vom 8. Mai 2018, von der Schließung des Verdichterwerks in Leipzig-Plagwitz abzusehen und es statt dessen zu verkaufen, hat sich keine große Erleichterung eingestellt. »Das Gute ist, dass die Schließung vom Tisch ist«, sagt der Zerspanungsmechaniker. »Aber wie es genau weitergeht, wissen wir ja noch gar nicht.« Roth hofft, dass der Betrieb als Ganzes erhalten bleibt und Personalabbau vermieden wird. Aufgrund des schrumpfenden Marktes in der Kraftwerks- und der Antriebssparte gab Siemens im November 2017 bekannt, weltweit 6.900 Arbeitsplätze zu streichen. Darunter 720 in Görlitz, wo Industriedampfturbinen gefertigt werden, und 270 Leipzig. Dass der Konzern wenige...

Artikel-Länge: 5114 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe