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26.05.2018 / Ausland / Seite 8

»Zentrale Bedeutung für das türkische Kapital«

Ankara hat angekündigt, Outsourcing zu unterbinden. Doch die Zahl ausgegliederter Beschäftigter steigt. Ein Gespräch mit Kivanc Eliacik

Florian Wilde

Der türkische Präsident Erdogan hat im Wahlkampf für die vorgezogenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen angekündigt, dass er das Outsourcing an Subunternehmer beenden will. Nimmt Ihre Gewerkschaft ihm das ab?

Die Türkei ist zu einer Hölle auf Erden für outgesourcte Beschäftigte geworden. Sowohl im öffentlichen Sektor, wo mehr als zwei Millionen Arbeiter für Subunternehmer arbeiten, als auch in der Privatwirtschaft, wo die Zahlen noch deutlich höher sein dürften. Wir glauben Erdogan und seiner AKP kein Wort. Denn sie haben bisher bereits vor jeder Wahl versprochen, Outsourcing zu beenden und reguläre Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Bisher ist immer nur das Gegenteil passiert. Nun will Erdogan unter allen Umständen die nächsten Wahlen mit absoluter Mehrheit gewinnen. Dafür braucht er auch die Stimmen von prekär Beschäftigten. Daher hat er ein Dekret im Rahmen des Ausnahmezustandes erlassen, das Fremdvergaben unterbinden soll. Auf jede Diskussio...

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