Der Schwarze Kanal
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26.05.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Analysten kurzerhand gefeuert

Staatliche russische Großbank »Sberbank« kritisiert Geschäftsgebaren von Gasprom – mit Folgen

Reinhard Lauterbach

Die staatliche Sberbank hat sich seit 1991 von der sowjetischen Sparkasse (das »Sber« kommt von »sberegat« – sparen) zum größten Geldinstitut des Landes gemausert. Wie es sich für eine ordentliche Großbank gehört, unterhält sie auch eine Forschungsabteilung, die ausgewählte Investoren mit Analysen von Branchen und Unternehmen bedient. Und was die vor einigen Tagen zum Thema des ebenfalls staatlichen Gasprom-Konzerns veröffentlichte, hat das Zeug, alle zu bestätigen, die Russland für einen »spezifischen« Anlagestandort halten.

Alex Fak und Anna Kotelnikowa schrieben, kurz gefasst, der Gasriese sei schlecht gemanagt und habe seine Kosten nicht im Griff. Über gewöhnliches Analystengemecker ging ihr Text aber insofern hinaus, als er Namen und Adressen nannte: Gasprom habe überteuerte Pipeline-Bauverträge für die entstehenden Gasleitungen nach China (»Stärke Sibiriens«), in die Türkei (»Turkish Stream«) und nach Deutschland (»Nord Stream 2«) abgeschlossen. Die...

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