24.05.2018 / Inland / Seite 4

Gedächtnislücken bei Schaller

Im Loveparade-Prozess wurde der Veranstalter des Events befragt

Markus Bernhardt

Die Aufklärung der Love­parade-Tragödie kommt weiter nur langsam voran. Im Dezember war der Prozess vor dem Landgericht Duisburg eröffnet worden, in dem es um die Verantwortlichkeit für 21 Tote und mindestens 650 teils schwer Verletzte geht. Sie waren am 24. Juli 2010 Opfer einer Massenpanik geworden.

Das Gericht tagt aus Platzgründen im Messe-Congress-Center Düsseldorf. Am Mittwoch setzte es die tags zuvor begonnene und auf insgesamt drei Tage angesetzte Vernehmung von Rainer Schaller fort. Er hatte die Loveparade 2010 in Duisburg mit seiner Firma Lopavent veranstaltet. Der umtriebige Unternehmer gilt neben dem früheren Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) als das »Gesicht« des Aufzugs mit geschätzt 485.000 Teilnehmern.

Schaller wandte sich am Dienstag an die Angehörigen: »Es ist selbstverständlich, dass ich die moralische Verantwortung übernehme.« Dagegen hatte sich Sauerland bei seiner Zeugenaussage vor Gericht Anfang Mai explizit geweige...

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