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23.05.2018 / Ansichten / Seite 8

Trumps Kampfansage

Iran-Politik der USA

Knut Mellenthin

Mit den »stärksten Sanktionen der Geschichte« will die US-Administration den Iran dazu nötigen, sich einem maßlosen Zwölferpack von Forderungen zu unterwerfen. Da Donald Trump für dieses aggressive Vorgehen kaum Verbündete im Ausland hat und Konflikte mit Russland, China und sogar mit der EU riskiert, sind seine Erfolgschancen gering. Zumindest kann der US-Präsident nicht damit rechnen, den Iran nur mit wirtschaftlichen und finanziellen Zwangsmaßnahmen in überschaubarer Zukunft in die Knie zu zwingen. Dies umso weniger, da die Gegenseite weiß, dass Trump sich grundsätzlich nicht an Vereinbarungen hält und weitere Forderungen nachschieben würde, falls der Iran nachgäbe.

Die Frage ist also, was Trump mit der Kampfansage bezweckt, die er am Montag von seinem Außenminister Michael »Mike« Pompeo vortragen ließ. Ein Teil der Antwort ergibt sich aus dem Schauplatz: Der frühere CIA-...

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