23.05.2018 / Ausland / Seite 2

»USA wollten Widerstand brechen«

Geostrategisch ist Kolumbien für Washington von Interesse. Paramilitärs üben Gewalt gegen Bevölkerung aus. Ein Gespräch mit Leyla Ordonez

Martin Dolzer

In Kolumbien droht der Friedensprozess zwischen der Regierung und der FARC endgültig zu scheitern, da lediglich die FARC die Absprachen umsetzt. Wie ist die Situation?

Der Friedensprozess ist fast gescheitert. Es besteht allerdings noch immer die Möglichkeit, die Entwicklungen zum Guten zu wenden. Die FARC hat sich zwar entwaffnet, die Paramilitärs jedoch nicht. Sie agieren noch aggressiver als zuvor. 385 Aktivisten aus der Zivilbevölkerung und den sozialen Bewegungen sowie 58 ehemalige Kämpfer der FARC wurden seit Beginn des Friedensprozesses ermordet.

Welche Zusagen, die während den Verhandlungen in Havanna gemacht und vertraglich festgelegt wurden, hat die Regierung nicht eingehalten?

Eigentlich hat die Regierung bisher keine ihrer Zusagen umgesetzt. Die Hauptpunkte waren die integrale Landreform, die der Bevölkerung die landwirtschaftliche Nutzung garantierte, und die Integration der ehemaligen Guerillas der FARC ins gesellschaftliche und politische L...

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