22.05.2018 / Inland / Seite 4

Rechte unter sich

Festspiele der »Vertriebenen« in Bayern: »Sudetendeutscher Tag« und »Heimattag der Siebenbürger Sachsen«

Jörg Kronauer

Mit kräftigem Applaus sind am Pfingstwochenende die Auftritte des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder auf zwei Großveranstaltungen von »Vertriebenen«-Verbänden im Freistaat bedacht worden. Der CSU-Politiker nutzte den »Sudetendeutschen Tag« in Augsburg und den »Heimattag der Siebenbürger Sachsen« in Dinkelsbühl, um vor deutschen Umgesiedelten und ihren Nachkommen den strammen Rechtskurs seiner Regierung zu bekräftigen. »Anderswo werden die Kreuze abgehängt, nur in Bayern hängen wir sie auf«, erklärte er am Sonntag vor der Sudetendeutschen Landsmannschaft, deren langjähriger Bundesvorsitzender Bernd Posselt (CSU) ihm mit ausdrücklichem Dank für das »klare Bekenntnis zum Kreuz« das passende Stichwort geliefert hatte. Mit Blick auf die Flucht der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei behauptete Söder, mit den heutigen Flüchtlingen hätten sie nichts gemein – schließlich seien sie »Landsleute« gewesen: »Das ist ein ganz großer Unterschied«.

Sowohl...

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