19.05.2018 / Feuilleton / Seite 11

An sich problematisch

25.000 Bilder am Tag überprüfen: Der Dokfilm »The Cleaners« über Internetzensur

Bernd Müller

Plattformen von Konzernen wie Google und Facebook haben Tag für Tag von Milliarden Nutzer. Die Einladung »Broadcast yourself« wird mehr als gut angenommen. Weit über Urlaubsbilder und Katzenvideos hinaus werden politische Konflikte auf diesen Plattformen ausgetragen, Kunst und Satire verbreitet, soziale Bewegungen organisiert. Immer mehr Teile des gesellschaftlichen Lebens werden in die »sozialen Netzwerke« verlagert. Was dort nicht vorkommt, ist für Milliarden schlicht nicht existent.

In ihrem Dokumentarfilmdebüt »The Cleaners« beschäftigen sich Hans Block und Moritz Riesewieck mit dem – wie sie es sehen – doppelten Boden der »sauberen« Plattformen. Viele Einträge in »sozialen Netzwerken« werden wie von unsichtbarer Hand wieder entfernt. Zuständig sind Tausende junge Arbeiter in Entwicklungsländern.

Sie zu finden, war für die Regisseure nicht leicht. Facebook, Twitter und Co. beauftragen für die digitale Säuberung etwa Dienstleistungsunternehmen in Manil...

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