19.05.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Auf dem Boden der Tatsachen

US-Regierung muss im Handelsstreit mit Beijing zurückrudern, um eigene Industrieklientel zu schützen

Jörg Kronauer

Die Vereinigten Staaten und China haben gestern die Verhandlungen über die Beilegung ihres von der US-Regierung losgetretenen Handelskonflikts fortgesetzt. Beobachter hatten sich zuvor – vor allem mit Blick auf die US-Forderungen – recht skeptisch über die Erfolgsaussichten geäußert: US-Präsident Donald Trump hatte nicht nur verlangt, China müsse seinen Handelsüberschuss gegenüber den USA um 200 Milliarden US-Dollar reduzieren. Er hatte Beijing auch dazu gedrängt, sämtliche Zölle mindestens auf das Niveau der US-Zölle zu senken und zudem jegliche Subvention für seinen Entwicklungsplan »Made in China 2025« zu streichen. Beide Forderungen sind für einen souveränen Staat unannehmbar. Ergebnisse lagen bis Redaktionsschluss noch nicht vor.

Ärger in der US-Mannschaft

Dem Beginn der Gesprächsrunde am Donnerstag war offenbar heftiger Krach in der US-Verhandlungsdelegation vorausgegangen. US-Finanzminister Steven Mnuchin und Trumps Handelsberater Peter Navarro, ur...

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