18.05.2018 / Thema / Seite 12

Unordnung im Hinterhof

Die Europäische Union betrachtet und behandelt die Länder des westlichen Balkans als ihren Besitz. Recht glücklich ist Brüssel mit dem Zustand dieser Staaten allerdings nicht

Theo Wentzke

An der Lage der Balkanstaaten besteht kein Zweifel: Diese Länder sind eingereiht in die Peripherie der Europäischen Union, entweder als Mitglieder oder in der langen Warteschleife der Heranführungsprozeduren, sie stehen politisch unter Aufsicht, einige unter Zwangsverwaltung; militärisch sind sie ohnmächtig, zum Teil sind noch NATO-Kräfte stationiert, zum Teil sind sie NATO-Mitglieder; ökonomisch sind sie fast vollständig abhängig. Aber es handelt sich dabei um einen problematischen, in gewisser Weise gefährdeten Besitzstand. Für die von der EU verlangte Stabilität einer soliden Peripherie leisten sie entschieden zuwenig, und damit sind schon die Hauptschuldigen für die unbefriedigende Lage genannt, so dass der einschlägige öffentliche Diskurs ganz gut ohne Überlegungen zur Rolle imperialer Gewalt bei der Herstellung dieser Mängelwesen auskommt.

Marktwirtschaft und Demokratie

Vorgeschrieben ist der Weg der Balkanstaaten in die EU durch die Kopenhagen...

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