22.05.2018 / Ausland / Seite 2

»Ende der neoliberalen Politik«

Am 1. Juli stehen in Mexiko Wahlen an: Ein linker Kandidat könnte Präsident werden. Ein Gespräch mit Paco Ignacio Taibo II

Torge Löding

Zum dritten Mal kandidiert bei den Wahlen am 1. Juli der Linkspolitiker Andrés Manuel López Obrador für das Amt des Präsidenten. Vor den Wahlen 2006 und 2012 führte der Politiker ebenfalls in den Umfragen und wurde dann doch immer gestoppt – auch durch Stimmenkauf, wie es heißt. Warum schätzen Sie seine Chancen dieses Mal besser ein?

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zu damals. Die neoliberale Rechte ist vollkommen diskreditiert – sowohl die Partei der Institutionalisierten Revolution, PRI, wie auch die Partei der Nationalen Aktion, PAN. Das führt dazu, dass López Obrador in den Umfragen so klar führt wie nie zuvor.

Das Problem mit dem Wahlbetrug ist natürlich geblieben, es wird ihn geben. Auch in der Hauptstadt ist die Betrugsmaschine bereits angelaufen. Da geht es um Stimmenkauf, Bedrohung, Repression – und öffentliche Angestellte werden dazu missbraucht. Aber der Punkt ist, dass jeder Betrug eine Marge hat und der Vorsprung dieses Mal so gr...

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