16.05.2018 / Feuilleton / Seite 11

Bauschan biegt links ab

Ralf Höllers rasanter Roman »Das Wintermärchen« über die bayerische Revolution

Nick Brauns

Die Geschichte der bayerischen Revolution ist schon oft erzählt worden: vom Streik der Münchner Rüstungsarbeiter im Februar 1918 über den Sturz des letzten Wittelsbacher Königs nach einer Antikriegskundgebung bis zur Ausrufung des Freistaates Bayern durch den sozialistischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner. Von dessen Ermordung durch einen antisemitischen Eiferer und der ersten Räterepublik aus Anarchisten und Sozialdemokraten. Vom gescheiterten Gegenputsch über die zweite kommunistische Räterepublik im April 1919 bis zur Niederschlagung der Arbeitermacht in einem Blutbad der Freikorps. Zum 100. Jahrestag der Ereignisse hat Ralf Höller nun »Das Wintermärchen« vorgelegt. Der Buchtitel spielt auf eine Rede Eisners bei der Revolutionsfeier im Nationaltheater an: Ein Märchen sei Wirklichkeit geworden, meinte er da.

Nach dem Sachbuch »Der Anfang, der ein Ende war« (1999) lässt Höller die Ereignisse nun noch einmal passieren, in einer rasanten, mitreißenden Rep...

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