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16.05.2018 / Inland / Seite 5

Prozess gegen Profiteure

Deutsche Waffen in Mexiko: Tödliche Geschäfte von Heckler und Koch beschäftigen seit Dienstag das Stuttgarter Landgericht

Jan Greve

Manche Mühlen mahlen langsam: 2010 erstattete der Friedensaktivist Jürgen Grässlin Strafanzeige gegen führende Manager der deutschen Rüstungsschmiede Heckler und Koch. Am Dienstag, rund acht Jahre später, startete nun der Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht. Tausende Sturmgewehre vom Typ »G 36« sollen im Wissen der Angeklagten in mexikanische Bundesstaaten gelangt sein, obwohl eine Exportgenehmigung dafür fehlte. Im Verfahren soll geklärt werden, ob es sich dabei um gewerbs- und bandenmäßige Verstöße gegen das »Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen« handelt.

Angeklagt sind sechs ehemalige Heckler-und-Koch-Mitarbeiter, unter ihnen der frühere Geschäftsführer Peter Beyerle. Ihm wird unter anderem der vorsätzliche Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz in zwölf Fällen vorgeworfen. Auch Joachim Meurer, ebenfalls ehemaliger Geschäftsführer, sitzt auf der Anklagebank. Außerdem sollten dort zwei einstige Vertriebsleiter, eine Vertriebsmitarbeiteri...

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