16.05.2018 / Inland / Seite 2

»Realo« gegen »Schuldkult«

NSU-Prozess: Anwälte des Neonazis Wohlleben plädieren im Szenejargon

Claudia Wangerin

Das bisher ideologischste Verteidigerplädoyer im Münchner NSU-Prozess haben am Dienstag die Anwälte von Ralf Wohlleben begonnen. Obwohl der Ex-NPD-Funktionär während der fünfjährigen Hauptverhandlung weit weniger provokant den Neonazi heraushängen ließ als der Mitangeklagte André Eminger, setzt Wohlleben als einziger auf bekannte Szeneverteidiger. Rechtsanwältin Nicole Schneiders, die ihren Mandanten noch aus dem Jenaer NPD-Vorstand kennt, bezeichnete Wohlleben am Dienstag nicht nur als »unschuldig«, was den Anklagevorwurf der Beihilfe zu neun Morden angeht. Laut Protokoll der Initiative »NSU Watch« betonte Schneiders außerdem, er sei »kein Ausländerhasser«, sondern »vielmehr ein sogenannter Realo«. Die Beweislage reiche für eine...

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