14.05.2018 / Feuilleton / Seite 10

Das wertvolle Erbe

Dem Wirtschaftswissenschaftler Peter Thal zum 85.

Klaus Müller, Hans-Jürgen Gericke

Ökonomiestudenten der DDR hätten nur von Marx gehört. Verordnete Lehre von oben. Wie überall, so auch in der Bildung: Die SED-Oberen diktierten, was sein musste und was nicht sein durfte. Das ist die in Teilen des Landes vorherrschende Meinung. Sie ist zum Teil wahr. Marx und seine Lehre standen im Fokus. Und das völlig berechtigt, denn sein Werk, unvollendet zwar – welch großer Gelehrte hat je sein Werk als abgeschlossen betrachtet? –, ist die bis heute gültige, von keinem anderen erreichte Analyse der kapitalistischen Produktionsweise. Aber auch Aristoteles, der Geldtheoretiker Bodin, der Merkantilist Mun, Petty, Boisguillebert, Quesnay, Sismondi, Smith, Ricardo, die Großen der politischen Ökonomie, waren den DDR-Studenten sehr gut bekannt. Viele ihrer Schriften erschienen im Akademie-Verlag in neuer Übersetzung. Die Studenten konnten sie im Original studieren. Sie erfuhren auch von den kleinen Geistern, von Say, Malthus, Mill, Senior und den anderen na...

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