11.05.2018 / Feuilleton / Seite 11

»Das Wort als Messer benutzen«

Die Notwendigkeit der Selbstliebe und des kollektiven Gefühls. Ein Gespräch mit der feministischen Rapperin Rebeca Lane aus Guatemala

Eleonora Roldán Mendívil

»Obsidiana« ist Ihr fünftes Album. Was verbirgt sich hinter dem Titel?

Es geht um eine Energie, die gemäß dem Maya-Kalender mit meinem Geburtsdatum in Zusammenhang steht. Der Obsidian ist auch ein Stein, der den mesoamerikanischen Völker sehr wichtig war. Man kann ihn für den Krieg, aber auch für symbolische Handlungen benutzen. Er wurde zu Speerspitzen geschliffen, als Messer genutzt und auch als Spiegel für Vorhersagen, besitzt also einen literarischen Charakter. Sachen werden durch den Obsidian ans Licht gebracht, die die Menschen nicht hören wollen. Es geht darum, das Wort als eine Art Messer zu nutzen, um verschlossene Wege zu öffnen. Und dies reflektiert die Musik, die ich mache. Musik, die für das Kriegerinsein nützlich ist und mir zeigt, wie ich mich über das Wort verteidigen kann.

Und das Ganze in Form von HipHop. Wie haben Sie zu dieser Musik gefunden?

Ich habe schon sehr früh Musik gemacht. Mich hat an der HipHop-Szene besonders angezogen, dass...

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