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11.05.2018 / Ausland / Seite 7

Warten auf den »starken Mann«

Washington verschärft Drohungen gegen Venezuela und setzt auf einen Militärputsch

Modaira Rubio, Caracas

Je näher der Termin der Präsidentschaftswahl in Venezuela rückt, desto aggressiver wird die Rhetorik der US-Administration unter Donald Trump gegen das südamerikanische Land. So verlangte US-Vizepräsident Michael »Mike« Pence am Montag in einer Rede vor der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) nicht nur die Absage der für den 20. Mai angesetzten Abstimmung, sondern kündigte auch weitere Sanktionen gegen Caracas an. Zudem forderte er die Suspendierung der Mitgliedschaft Venezuelas in der OAS sowie die Bildung einer diplomatischen »Taskforce«, um die Regierung von Präsident Nicolás Maduro noch mehr unter Druck zu setzen und zu isolieren. Dabei verstieg sich Trumps Stellvertreter sogar dazu, die Lage in Venezuela mit der im 1945 besiegten Nazideutschland zu vergleichen. Damals habe man »einem Volk« das »Wort gegeben«, dass es einen demokratischen Staat bekommen werde – und auf dieses »Wort« könne sich nun auch das Volk Venezuelas verlassen.

Die Gründung...

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