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09.05.2018 / Ausland / Seite 7

Streiken für Bildung

An US-Universitäten und Schulen wird die Arbeit niedergelegt. Neue Basisvernetzungen diskutieren Verhältnis zu Gewerkschaften

Stephan Kimmerle, Seattle

Seit Montag wird an fünf medizinische Zentren und allen Campus der Universität von Kalifornien gestreikt. Von San Francisco bis San Diego sind insgesamt 53.000 Beschäftigte zu einem dreitägigen Ausstand aufgerufen. Neben Lohnerhöhungen geht es um die wachsende Ungleichheit bei Einkommen, die insbesondere farbige Angestellte und Frauen trifft. Am 15. Mai planen zudem 4.500 Mitarbeiter der Universität von Washington, vor allem im verarmenden akademischen Mittelbau, in einen Ausstand zu treten. 96 Prozent stimmten dafür. Sie wollen für acht Prozent mehr Lohn und eine bessere Gesundheitsversorgung kämpfen. Die Lehrer in North Carolina bereiten einen Streik für den 16. Mai vor. Danach stehen die Bildungsbeschäftigten in Louisiana bereit, die spontan entstandene Streikstafette weiterzuführen.

Die Zahl der Arbeitskämpfe in den USA war in den letzten Jahr auf ein historisches Tief gesunken. Im gesamten Jahr 2017 verzeichnete das US-Arbeitsministerium nur sieben A...

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