09.05.2018 / Ausland / Seite 6

Landräuber in Afrin

Dschihadisten okkupieren kurdische Dörfer. Aufstand gegen türkische Besatzung in Al-Bab

Nick Brauns

In der türkisch besetzten nordsyrischen Region Afrin werden Tausende islamistische »Gotteskrieger« angesiedelt. Zuerst hatten 4.000 Familien von Kämpfern der »Freien Syrischen Armee« (FSA), die am Einmarsch in den kurdischen Selbstverwaltungskanton beteiligt waren, Häuser und Wohnungen geflohener Kurden okkupiert. Nun kommen auch aus anderen Landesteilen Dschihadisten nach Afrin.

Im April hatten sich unter russischer Vermittlung islamistische Kämpfer und ihre Familien aus den wieder von der syrische Regierung kontrollierten Vororten von Damaskus, der Ostghuta und Kalamun zurückgezogen. Aufgenommen wurden die rund 70.000 Menschen zuerst in der türkisch besetzten Region um Al-Bab und der von Al-Qaida-nahen Kampfverbänden kontrollierten Provinz Idlib. Wegen der syrischen Luftangriffe auf Idlib und auch der Konflikte zwischen verschiedenen islamistischen Kampfverbänden zog ein Teil weiter in das sicherere Afrin. Einige Dschihadisten wurden sogar von der ru...

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