09.05.2018 / Titel / Seite 1

Mordmaschine stoppen

Proteste gegen Rheinmetall in Berlin. Werk in Niedersachsen blockiert. Verbot von Rüstungsexporten gefordert

Stefan Thiel

Wer von Kriegen weltweit profitiert, wird in der Bundesrepublik von der Staatsmacht beschützt. So auch am Dienstag das Führungspersonal und die Aktionäre des Rüstungskonzerns Rheinmetall bei ihrer Hauptversammlung in Berlin.

Von einem deutlich größeren Polizeiaufgebot als in den Vorjahren behütet, trafen sich die Anteilseigner der größten deutschen Rüstungsschmiede in einem Hotel im Stadtteil Tiergarten. Auf der Straße zwischen diesem und dem Verteidigungsministerium gab es – eng eingerahmt von Absperrgittern – Protest. Die Berliner Initiative »Legt den Leo an die Kette!« und das Bündnis »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!« hatten dazu aufgerufen, gegen Rheinmetall und dessen Waffengeschäfte zu demonstrieren. Zentrale Forderung war das Verbot von Rüstungsexporten.

Unter den rund 200 Teilnehmern befanden sich neben Friedensaktivisten auch etliche Politiker der Partei Die Linke. Einer kleinen Gruppe mit Fähnchen der kurdischen Volksverteidigungsein...

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