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04.05.2018 / Feuilleton / Seite 10

Vom Tod durch Ersticken

Eike Stedefeldt

Direkt in die Kamera blickt der weißhaarige alte Herr mit Schnauzbart, Anzug und runder Hornbrille, der an dem großen Schreibtisch mit den zwei Besucherstühlen sitzt. Vor sich ein offenes Tintenfass, die leicht erhobene Hand mag eben nach einem Brief greifen. Vom Fenster rechts bescheint die Sonne einen Sommerblumenstrauß. In zweiter Reihe, vor der Durchreiche zum Nachbarzimmer, blickt eine ältere Dame auf, wohl die Sekretärin. Die Tür und ein Kleiderständer rechts, ein Fernsprecher links von ihr. – Der Seniorchef des Hauses nur Monate vorm Lebensende in seinem Kontor. So sah es dort also aus.

»Als Ersatz hatte man im Frühjahr in Kreuzberg in der Neuenburger Straße 29 ein neues Grundstück erworben. Eine Baugenehmigung für die Umgestaltung zur betrieblichen Nutzung wurde schnell erteilt. Die Betriebsgenehmigung für die Gießerei war allerdings mit Auflagen verbunden.« Weil ringsum auch gewohnt wurde? Nein, hier war das Amt einer ganz anderen Logik gefolgt. ...

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