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04.05.2018 / Feuilleton / Seite 2

»Wir wurden auch für unseren Mut ausgezeichnet«

Der Film »Medea« thematisiert die desaströsen Auswirkungen von Abtreibungsverboten in Costa Rica. Ein Gespräch mit Cynthia Garcia Calvo

Gitta Düperthal

Alexandra Latishevs Debütspielfilm »Medea« wurde auf dem Internationalen Frauenfilmfestival IFFF in Köln gezeigt und läuft derzeit in den südamerikanischen Ländern Costa Rica, Chile und Argentinien an. Er greift ein heißes Eisen auf: Es geht um Abtreibung, und die ist in allen drei Ländern gesetzlich verboten. Was erregt denn die Gemüter angesichts des Films so, dass die Presse schon im Vorfeld berichtete?

Das Thema Schwangerschaftsabbruch, um das sich in unserem Film alles dreht, ist in den erzkatholischen und konservativen Staaten Chile und Argentinien ständig in der Debatte. In beiden Ländern ist Abtreibung nur in drei Fällen straffrei: im Falle einer Vergewaltigung, bei gesundheitlichem Risiko für die Mutter oder falls der Fötus nicht lebensfähig ist.

Schlimmer noch ist es in Costa Rica, wo bei der Präsidentenwahl Anfang April der Sozialdemokrat Carlos Alvarado nur ganz knapp den evangelikalen Prediger Fabricio Alvarado besiegt hat: Dort besagt das Ge...

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