Der Schwarze Kanal
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02.05.2018 / Ausland / Seite 7

Ausbeutung in Pink

In Italien wehren sich die Fahrer des Essenslieferdienstes Foodora gegen schlechte Arbeitsbedingungen

Martina Zaninelli

Am 1. Mai sind in mehreren italienischen Städten die pinkgekleideten Fahrer des Essenslieferdienstes Foodora gemeinsam mit anderen prekär Beschäftigten auf die Straße gegangen. Unter anderem in Turin, wo die Proteste der »Rider« gegen den deutschen Konzern vor eineinhalb Jahren begonnen hatten. Das Motto der Demonstration war »Es ist Arbeit«. Die grundlegenden Forderungen: Mindestlohn für alle Beschäftigten, Verträge in denen die Arbeitssicherheit und die Zahlung der Krankenversicherungsbeiträge gewährleistet sind, sowie die Anerkennung von »untergeordneten Arbeitsverhältnissen«, eine in Italien verbreitete Form von Scheinselbständigkeit.

Im Oktober 2016 begannen die Proteste vor allem in Norditalien. Damals hatte Foodora angekündigt, ab November die Gehaltsregeln zu ändern. Die alten Arbeitsverträge waren ausgelaufen, und die neuen sahen einen Umstieg von Zeit- auf Geldakkord vor: Anstatt fünf bis 5,50 Euro pro Stunde wurden nur noch 2,70 Euro pro Liefer...

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