02.05.2018 / Thema / Seite 12

Philosophie der Praxis

Vor 200 Jahren, am 5. Mai 1818, wurde Karl Marx geboren. Seine Theorie ist ein Schlüssel zur Erkenntnis und Veränderung der Welt

Ingar Solty

Karl Marx hat der Welt eine Denkbewegung geschenkt, mit der man nicht nur die Welt, in der wir leben, besser verstehen, sondern sie auch selbst gestalten kann. Er ging davon aus, dass sich, um mit Goethes Faust zu sprechen, erkennen lässt, »was die Welt im Innersten zusammenhält«. Er formulierte einen Wahrheitsanspruch. Das war eine Zeitlang nicht sonderlich populär. Erst jetzt, wo Bankenkrisen, Kriege und himmelschreiende Ungleichheit sich ziemlich realistisch anfühlen, gibt es endlich wieder eine Diskussion darum, was wirklich und real ist. Auch in der Kunst, in die der Realismus zurückgekehrt ist.

Marx’ Grundannahme war: Es gibt die Naturgesetze, die der von ihm bewunderte Charles Darwin entdeckt hatte. Er wollte demgegenüber nun die Gesellschaftsgesetze entdecken, die Bewegungsgesetze einer durch die kapitalistische Industrialisierung in einem unglaublichen Maße beschleunigten Entwicklung der vergesellschafteten Menschheit. Denn dies wusste Marx: Wir ...

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