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28.04.2018 / Inland / Seite 2

»Der Kapitalismus ist in einer Umbruchphase«

Gewerkschafter sollten sich auf kämpferische Interessenvertretung besinnen. Ein Gespräch mit Hans-Jürgen Urban

Simon Zeise

Gerhard Schröder hatte sich als Bundeskanzler damit gebrüstet, durch die Agenda 2010 sei es gelungen, die Industrie in Deutschland zu halten. Welche Auswirkungen hatten seine Dienste auf die Belegschaft?

Schröders Aussage ist weder faktengestützt noch glaubwürdig. Das ist eine Anmaßung ohne Ende. Die Agenda 2010 hat nachweislich zur Prekarisierung der Arbeit geführt, während positive Arbeitsmarkteffekte nicht nachgewiesen werden können. Der relativ hohe Anteil der industriellen Wertschöpfung an der deutschen Ökonomie insgesamt hat ganz andere Gründe.

Sie haben den prekären Sektor angesprochen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat auf diese Arbeitsverhältnisse mit kreativen und partizipativen Streikmethoden reagiert. Wie kämpferisch ist die IG Metall in dieser Hinsicht?

Wir haben in den letzten Jahren zum Beispiel die Interessenvertretung von Leiharbeitern und Werkverträglern als einen der zentralen Schwerpunkte gesetzt. Vor einigen Jahren haben wir d...

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