27.04.2018 / Ausland / Seite 6

Zum Leben zu wenig

Südafrikas Regierung will Streikrecht einschränken und Minimindestlohn einführen

Christian Selz, Kapstadt

Die Ankündigungen bemühten die üblichen Superlative. Mit einem Generalstreik wollte der linke Gewerkschaftsbund SAFTU am Mittwoch »Südafrika unregierbar machen«. So zumindest formulierte Generalsekretär Zwelinzima Vavi das Ziel. Dass dies nicht gelingen konnte, war den Veranstaltern offenbar vorab klar. Für die größte Kundgebung in Johannesburg hatte SAFTU 7.500 Teilnehmer angemeldet, für den Marsch zum Parlament in Kapstadt sogar nur 2.000. Letztendlich waren in der Hafenstadt eher noch etwas weniger Streikende auf der Straße, in der Wirtschaftsmetropole aber deutlich mehr. Ihr Protest richtete sich gegen die geplante Einführung eines Mindestlohnes von 20 Rand (derzeit 1,32 Euro) pro Stunde oder 3.500 Rand im Monat sowie die Einschränkung des Streikrechts. SAFTU fordert, den Mindestlohn bei 12.500 Rand anzusetzen.

Um es vorwegzunehmen: Unregierbar ist Südafrika nicht geworden, und auch die Wirtschaft kam keineswegs zum Stillstand. Was angesichts der kamp...

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