25.04.2018 / Inland / Seite 5

Profit vor Sicherheit

BUND-Studie zeigt Störanfälligkeit deutscher AKW

Juliane Dickel

Seit dem Ausstiegsbeschluss ist es still geworden um die sieben noch laufenden deutschen Atomkraftwerke. Dennoch ist ein größerer Störfall oder Super-GAU in der BRD jederzeit möglich. Das geht aus der Studie »Atomstrom 2018« hervor, die der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat.

Seit 2011 untersucht die Physikerin Oda Becker für den BUND das Gefahrenpotential deutscher AKW. Mit Blick auf die aktuelle Situation sprach sie von besorgniserregenden Vorfällen, die im Gesamtbild nahelegten, die Reaktoren sofort stillzulegen. So seien die Anlagen nicht ausreichend gegen externe Einwirkungen wie Erdbeben oder Hochwasser gerüstet. Zudem hätten die Behörden entschieden, das Bedrohungsszenario eines Flugzeugabsturzes nicht weiterzuverfolgen – obwohl eine Studie schon 2002 bestätigte, dass es dabei zu einer Kernschmelze kommen könnte.

Auf erforderliche sicherheitstechnische Nachrüstungen werde wegen der kurzen Restlaufzeiten ver...

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