21.04.2018 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

Schwarzer Tintenfischreis

Ina Bösecke

In »Vincent will Meer« (D 2010) von Ralf Huettner brechen drei Patienten aus einer psychiatrischen Klinik aus und reisen nach Italien ans Meer. Vincent (Florian David Fitz) hat seit seiner Kindheit ein Tourette-Syndrom (unkontrollierte Zuckungen und Wörter kommen wie Niesanfälle, eine Störung, die nicht heilbar ist, man kann nur lernen, damit umzugehen). Nach dem Tod seiner Mutter hat ihn sein Vater, ein unangenehmer Lokalpolitiker, in die Klinik abgeschoben. Marie (Karoline Herfurth) ist magersüchtig und soll demnächst zwangsernährt werden, weshalb sie die Autoschlüssel der Therapeutin klaut und die Mitpatienten zum Ausflug anstiftet. Alexander (Johannes Allmayer) leidet an Neurosen. Es muss alles gerade an seinem Platz stehen und es darf niemand dreckig sein. Die Tics und Störungen der Figuren sind aber nebensächlich. In erster Linie geht es um Ausbruch und Aufbruch, um Freundschaft und darum, sich selbst etwas zuzutrauen. Das macht den Film für alle ju...

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