19.04.2018 / Thema / Seite 12

Neuanfang im Himalaja

Nepal hat sich mit der Verfassung von 2015 und einer Gebietsreform neu erfunden. Die regierende Linksallianz hat die größte parlamentarische Mehrheit der Geschichte. Doch sie zeigt sich bei Abschaffung traditioneller Ungleichheiten zögerlich

Thomas Berger

Nepal steht am Scheideweg. Wohl nie zuvor in den letzten drei Jahrzehnten seit der »ersten demokratischen Revolution« 1991 und dem Ende der Direktherrschaft des Königs hat es einen so machtvollen Premierminister wie Khadga Prasad Oli gegeben. Bei seiner Wahl Mitte Februar durch das Parlament hatte er 208 von 275 Stimmen erhalten. Hinter ihm steht eine solide Zweidrittelmehrheit. Schon der Wahlsieg der Linksallianz aus seinen Vereinigten Marxisten-Leninisten (UML) und der Kommunistischen Partei Nepals/Maoistisches Zentrum (CPN-MC) seines Partners Pushpa Kamal Dahal alias Prachanda im November/Dezember war fulminant. Das Bündnis dominiert auf nationaler Ebene und stellt die Regierungen in sechs der sieben im Zuge der Föderalisierung neu geschaffenen Provinzen. Zudem hat es das Duo Oli/Dahal geschafft, die beiden größten Madhesi-Parteien auf ihre Seite zu ziehen. Mit dem kürzlich zur Allianz erfolgten Beitritt des Federal Socialist Forum Nepal (FSFN) und der...

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