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16.04.2018 / Inland / Seite 4

Vermeintlicher Fremdkörper

ARD-Reportage über Provokationen der AfD unterstreicht deren Image als Protestpartei

Claudia Wangerin

Der AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel, sind die Schreihälse vom Rechtsaußenflügel ihrer Partei manchmal peinlich. Eine schlechte »Kinderstube« hatten aus ihrer Sicht nämlich andere – zum Beispiel alle, die im Bundestag nicht neben ihrer Fraktion sitzen wollen. Ihr Erklärungsansatz, wenn die eigenen Parteifreunde offen rassistisch herumpöbeln: Die AfD sei womöglich »infiltriert«. In der ARD-Dokumentation »Protest und Provokation – Die AfD im Bundestag« spekuliert Weidel über V-Leute, von denen es in Leitungsgremien der NPD bekanntlich so viele gegeben hat, dass das erste Verbotsverfahren gegen die Neonazipartei im Jahr 2003 an ihrer »fehlenden Staatsferne« scheiterte. Weidel nennt in der Reportage keine Namen, sie will die radikal völkische Fraktion nicht vergrätzen, kann sich aber vorstellen, dass die AfD ähnlich »unterwandert« sei wie »andere Parteien«. Die NPD hat darauf im zweiten Verbotsverfahren sogar ihre Verteidigungsstrategie aufgebau...

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