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14.04.2018 / Geschichte / Seite 15

Die rote Gefahr

Die Parlamentswahlen im April 1948 waren ein Höhepunkt der reaktionären Gegenoffensive der USA in Italien

Gerhard Feldbauer

Der Wahlkampf in Italien im Frühjahr 1948 war von einer bis dahin unbekannten antikommunistischen Hysterie bestimmt. Im Vorfeld der für den 18. April anberaumten Parlamentswahlen verkündeten 300 regionale und rund 18.000 lokale Bürgerkomitees der von den USA finanzierten klerikalen Azione Cattolica auf unzähligen Kundgebungen in hasserfüllten Losungen, es gehe um die Wahl zwischen Christ oder Antichrist, gläubig oder gottlos, Rom oder Moskau. Den Startschuss zu dieser fanatischen Hetze hatte der spätere New Yorker Weihbischof Joseph Francis Flannelly am 22. Januar 1947 in der St. Patrick’s Cathedral in Manhattan während eines Besuchs des italienischen Ministerpräsidenten Alcide De Gasperi gegeben. »Das Mittelmeer ist ein christliches Meer, das nicht durch den atheistischen Kommunismus mit seiner tödlichen Faust rot gefärbt werden darf«, hatte Flannelly verkündet. In Italien trieben die USA nach der Niederlage des Faschismus die Restauration der angeschlag...

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