16.04.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Enteignung durch die Hintertür

Standort in den Niederlanden soll bei Fusion von Thyssen-Krupp und Tata Steel bevorzugt werden. Betriebsrat in Duisburg protestiert

Gerrit Hoekman

Thyssen-Krupp will den Zusammenschluss seiner Stahlsparte mit dem indischen Konzern Tata Steel Europe bis Mitte des Jahres über die Bühne bringen. Das teilte der Aufsichtsrat am Donnerstag nach seiner Sitzung in Essen mit. Das Unternehmen erwartet durch die Verschmelzung sogenannte Synergieeffekte mit Einsparungen in Höhe von bis zu 600 Millionen Euro. Allerdings auf Kosten von 4.000 Jobs, davon die Hälfte in Deutschland.

Gleichwohl erwartet Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger bis dahin noch harte Verhandlungen. Eigentlich war die Fusion bereits für Anfang des Jahres geplant, doch Vorbehalte in der deutschen Belegschaft verzögern das Geschäft. Die Mitarbeiter stören sich an der fetten Extrawurst, die ihre niederländischen Kollegen im Stahlwerk in IJmuiden mit der Konzernführung von Tata Steel ausgehandelt haben: Alle in IJmuiden erwirtschafteten Gewinne sollen auch dort bleiben, während die Deutschen fürchten, für die Verluste des defizitären Tata-We...

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