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14.04.2018 / Inland / Seite 8

»Am besten wäre es, Polizei bleibt Kreuzberg fern«

»Mai-Steine«, kurdische Fahnen: Organisatoren wollen Berliner 1.-Mai-Demonstration repolitisieren. Gespräch mit Marko Lorenz

Peter Schaber

Der 1. Mai in Berlin steht vor der Tür. Die Demonstranten haben den Ruf, besonders aufmüpfig zu sein. In der jüngeren Vergangenheit war die Veranstaltung aber meistens für alle Beteiligten reine Routine: Die Hauptstadtpresse skandalisiert sie, passieren tut fast nichts, der politische Ausdruck geht im »Myfest«-Halligalli unter. Dieses Jahr wieder Business as usual?

Hoffentlich nicht. Aber das hängt nicht allein von den Organisatoren ab. Das Problem der Demonstration ist ja, dass sich zwar viele tausend Menschen beteiligen, das aber äußerst passiv. Die wenigsten bringen auch nur Schilder oder Transparente mit, viele kommen angeheitert und mit Bier in der Hand. Da ist eine gewisse Konsumhaltung zu beobachten.

Seit Jahren versuchen die Gruppen, denen der 1. Mai wichtig ist, diese Demo zu politisieren. Zugegeben, mit mäßigem Erfolg. Mitschuld daran trägt sicher auch das Setting: Unser Bezirk wird ja an diesem Tag dank der Befriedungsversuche unserer Lokalpoli...

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