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12.04.2018 / Inland / Seite 4

Handschellen für Lebensretter

Kriminalisierung von Fluchthelfern: Infoabend der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin

Marc Bebenroth

Zivile Rettungskräfte, die im Mittelmeer in Not geratenen Bootsflüchtlingen zu Hilfe eilen, handeln gegen die europäischen Abschottungspolitik. Schließlich sorgen die freiwilligen Helfer dafür, dass mehr Menschen lebend europäischen Boden erreichen, als es sonst der Fall wäre. Im Zuge der Flüchtlingsabwehr geraten auch Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen (NGO) ins Visier staatlicher Repression.

Über das Problem der Kriminalisierung von Fluchthelfern wurde am Dienstag abend auf Einladung des Bildungswerks der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin diskutiert. Zu Gast war der Däne Salam Aldeen. Ihm und drei weiteren Helfern wird von der griechischen Justiz Beihilfe zur illegalen Einwanderung vorgeworfen. Dabei stellt die Behandlung der NGO-Mitarbeiter durch die Behörden eine neue Qualität der Kriminalisierung dar, weshalb der Fall bereits besondere mediale Aufmerksamkeit erhielt.

Aldeen erzählte von seiner Arbeit als Rettungsschwimmer auf der griechisch...

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