11.04.2018 / Antifa / Seite 15

Ein Unersetzlicher

Zum Tod des Holocaustüberlebenden Martin Löwenberg

Nick Brauns

»Es gibt Menschen, die kämpfen einen Tag, und sie sind gut. Es gibt andere, die kämpfen ein Jahr und sind besser. Es gibt Menschen, die kämpfen viele Jahre und sind sehr gut. Aber es gibt Menschen, die kämpfen ihr Leben lang: Das sind die Unersetzlichen«, wusste Bert Brecht. Einer dieser Unersetzlichen war der Antifaschist und Friedensaktivist Martin Löwenberg, der am Ostermontag wenige Wochen vor seinem 93. Geburtstag in München verstarb.

Martin Löwenberg wurde am 12. Mai 1925 in Breslau in eine sozialdemokratische Familie hineingeboren. Der Vater – ein Jude – verstarb bereits 1929, die gesamte Verwandtschaft väterlicherseits fiel später dem Terror des Naziregimes zum Opfer. 1932 erlebten Martin und sein zwei Jahre älterer Bruder Fred einen SA-Überfall auf das Heim der Sozialistischen Jugend – Die Falken mit. Mehrfach verprügelte der begeisterte Boxer mit der starken linken Schlaghand später Mitglieder der Hitlerjugend. Sein Bruder gewann ihn für den org...

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