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11.04.2018 / Feuilleton / Seite 11

Wer seid ihr?

Wer den radikalen Islam bekämpfen will, sollte dem liberalen Islam Raum geben: »Layla M.« hat Deutschlandpremiere in Berlin

Gerrit Hoekman

Goldenes Kalb auf dem Nederlands Film Festival, Gläserner Bär in Berlin (Jugendfilmpreis der Berlinale) und das Filmfest in Locarno gewonnen – die niederländische Regisseurin Mijke de Jong hat schon einige renommierte Filmpreise eingeheimst. Es ist keine große Überraschung, dass auch ihr jüngstes Werk »Layla M.« mehrfach prämiert wurde. De Jong, die früher in der niederländischen Hausbesetzerszene aktiv war, macht einfach gute Filme.

In »Layla M.« geht es um eine junge Frau, 18 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Amsterdam, ihre Familie stammt aus Marokko. Sie ist nicht besonders religiös und macht Dinge, die andere muslimische Mädchen nicht tun: Sie ist Linienrichterin beim Männerfußball. Im lässig gebundenen Kopftuch läuft sie die Seitenlinie auf und ab.

Layla ist laut und vertritt vehement ihre Meinung, auch gegenüber Männern und vor allem Rassisten. Eine selbstbewusste, junge Frau, die mehr an eine wütende Rapperin aus den Hochhäusern in Bijlmermee...

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