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11.04.2018 / Feuilleton / Seite 10

Im Grab mit Atari

Was macht die Spielzeugwelt mit uns? Steven Spielbergs »Ready Player One«

Peer Schmitt

Zunächst konnte niemand verstehen, warum die Medien nach dem Ableben des Milliardärs so ein Fass aufgemacht hatten. Hatten die Leute denn keine anderen Sorgen? Katastrophaler Klimawandel, Energiekrise, Hungersnot und permanenter Krieg kamen einem in den Sinn. Nichtsdestotrotz waren plötzlich alle damit beschäftigt, das Vermächtnis des Milliardärs zu entschlüsseln. Dessen lebenslange Obsession mit der Dekade, in der er ein Teenager gewesen war, hatte dazu geführt, dass die virtuelle Welt zugemüllt war von obskurem 80er-Jahre-Popkultur-Verweiskram. Und eine andere Welt als die virtuelle gab es nicht in den Tagen von »Ready Player One«.

Steven Spielberg war in den 80ern kein Teenager mehr. Er ist Jahrgang 1946. Allerhöchste Zeit also für ihn, sich um sein Vermächtnis zu kümmern. »Ready Player One« nach dem gleichnamigen Roman von Ernest Cline (dem obenstehendes Szenario mehr oder weniger entnommen ist) ist nach »Die Verlegerin« sein zweiter Film innerhalb we...

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